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Tips & Tricks

Verletzungen

Artemien sind sehr empfindlich gebaute Tiere die sich leicht verletzen können. Ein zu stark eingestellter Ausströmstein oder irgendwelche spitzen oder scharfen Gegenstände können Auslöser einer Verletzung sein. Verletzungen erkennt man an offensichtlich fehlenden Körperteilen oder roten bzw. schwarzen Punkten auf dem Körper. Die Gefahrenquelle muss natürlich sofort beseitigt werden, bevor sich noch mehr Tiere daran verletzen.

Futtermangel

Die Artemien haben keinen deutlich sichtbaren Darmstrich mehr und schwimmt nur noch schlaff durch das Becken. Außerdem ist das Wasser glasklar, keine Trübung durch das Futter ist sichtbar. Dann ist der optimale Zeitpunkt den Tieren wieder ein wenig Futter zu geben.

Sauerstoffmangel

Bei hohen Temperaturen oder bei einem sehr großen Becken, kann es zu Sauerstoffmangel kommen. Die Artemien haben eine intensive Rotfärbung und schwimmen überwiegend in den oberen Regionen des Beckens. Hier herrscht eindeutig Sauerstoffmangel! Temperatur herabsenken und wenn vorhanden einen Ausströmerstein oder einen Oxidator in das Becken stellen um das Wasser zusätzlich mit Sauerstoff anzureichern. Man kann dies verhindern, indem man ein Becken mit einer großen Wasseroberfläche (z.B. eine flache Schüssel) nimmt. Zusätzlich kann man entweder durch einen Schwammfilter, der zum einen das Wasser geringfügig filtert und auf der anderen Seite für eine leichte Zirkulation sorgt und somit die natürliche Diffusion begünstig. Alternativ kann man einen Ausströmstein verwenden, welcher den Luftstrom einer Membranpumpe fein aufteilt und somit eine Menge Sauerstoff in das Becken einbringt.

Übersalzung

Es liegt in der Natur der Sache, dass Wasser mit der Zeit verdunstet. Salz tut dies nicht. Während das Wasser in Form von Wasserdampf langsam aber sicher aus dem Becken verschwindet, bleibt das Salz zurück und logischer Weise steigt die Salzkonzentration kontinuierlich an. Solange die Verdunstung sich im Rahmen hält, ist dies nicht problematisch. Es empfiehlt sich, um eine Übersalzung des Beckens zu verhindern, den Füllstand zu Beginn der Kultur mit einem wasserfesten Stift am Beckenrand zu markieren und einmal die Woche, optimaler Weise mit destilliertem Wasser, normales Leitungswasser geht aber auch, bis zu dieser Markierung aufzufüllen. Bei dem Leitungswasser werden allerdings weitere Mineralien hinzugefügt, welche auf Dauer zu einer Übersalzung führen könnten. Um dies zu verhindern, muss man wenigstens einmal im Monat einen Teilwasserwechsel durchführen.

Nährstoffmangel

Bei mangelhaftem Futter kann es vorkommen, dass Artemien trotz ausreichender Fütterung (Darmstrich sichtbar) nur schlaff durch das Becken schwimmen und nicht sehr vital wirken. In dem Fall sollte man frisches oder hochwertigeres Futter kaufen. Spirulinapulver sollte Hefe vorgezogen werden, da es einen erheblich höheren Nährwert hat.

Nährstoffübersättigung

Um die Wasserqualität auf einem konstant hohen Niveau zu halten, ist es zunächst wichtig, schnellstmöglich einen Nahrungskreislauf zu erzeugen. Sprich man braucht Pflanzen, welche Sauerstoff und pflanzliche Schwebteilchen produzieren (Algen), wovon sich die Artemien ernähren können, Bakterien, welche die Verdauungsprodukte der Artemien zersetzen und die Pflanzen wiederum mit Nährstoffen beliefern. Sollte einer dieser Faktoren nicht vernünftig funktionieren, kann es zu einem Ungleichgewicht kommen, welche die Wasserqualität verschlechtert.
Am Anfang einer Kultur hat man zunächst nur die Tiere. Sie verdauen das Futter, was noch von Außen zugefüttert wird. Am Anfang gibt es noch keinerlei Möglichkeiten in der Kultur die Verdauungsprodukte abzubauen. Kurz oder langfristig betrachtet, wird es zu einer Nährstoffübersättigung kommen. Das erkennt man daran, dass das Wasser zunehmend trüber wird und sich am Bodengrund Dreck ablagert. In der Anfangsphase der Kultur muss dieser Dreck wenigstens einmal in der Woche entfernt werden. Zusätzlich sollte man etwa alle zwei Wochen, oder wenn es nötig wird, einen Teilwasserwechsel durchführen. Dazu entnimmt man höchstens ein Drittel Aquarienwasser aus dem Kulturbecken, lässt es durch ein feines Artemiasieb laufen, um eventuell mit gefangene Tiere herauszufischen und wieder in das Becken zurückzugeben. Das entnommene Wasser ersetzt man dann wieder durch aufbereitetes Salzwasser, gleicher Menge.
Im Laufe der Zeit werden sich die nötigen Algen und Bakterienkulturen bilden, welche das Gleichgewicht im Becken herstellen können. Ab einem gewissen Zeitpunkt braucht nicht mehr zugefüttert werden, da die Algen die Tiere vollständig versorgen können. Dieser Zustand lässt sich begünstigen indem man den Algen einen guten Untergrund bietet, auf dem sie gedeihen können. Optimaler Weise nimmt man dafür ein grobkörniges Substrat mit feinporiger Oberfläche, da auf ihr die Algen besonders leicht Fuß fassen können.

Pilzerkrankung

Leider kommt es hin und wieder vor, dass sich eine Kultur mit einem Pilz infiziert. Es bilden sich auf dem Körper der Tiere entweder weiße oder schwarze Pünktchen, die sich über den ganzen Körper ausbreiten und dann auch andere Tiere befallen. Hier heißt es schnell handeln! Die infizierten Artemien sofort in einem separaten Becken isolieren und mehrere Teilwasserwechsel durchführen und spezielles Fungizid (in manchen Wasseraufbereitern enthalten) in das Becken geben um den Pilzen Einheit zu gebieten.

Unpassende Temperatur

Die Artemien schwimmen panisch oder sehr träge durchs Wasser und die Beckentemperatur ist erheblich anders als sie es gewohnt sind? ( Direkte Sonneneinstrahlung, eingeschaltete Heizung, Lüften etc. ) Dann solltet ihr euch drum bemühen das Becken wieder in eine für die Artemien gewohnt warme Umgebung zu stellen, damit sie sich wieder beruhigen können.

Platzmangel

Sollte der Klapperstorch es mal zu gut mit euren Artemien gemeint haben, solltet ihr entweder überlegen eure Zucht vielleicht in einem größeren Becken fortzusetzen oder nun erst mal eine Weile nicht zu füttern um die Anzahl der Tiere nicht noch weiter ansteigen zu lassen. Mit der Zeit wird sich der Bestand wieder auf ein für ihn gesundes Maß reduzieren.

Vergreisung

Artemien häuten sich ihr ganzes Leben lang. Besonders alte Artemien neigen dazu zu vergreisen, also mit der Zeit etwas dicker und größer zu werden, bis die Tiere dann irgendwann einen Punkt erreicht haben, wo sie die nächste Häutung nicht mehr schaffen oder durch die Verdickung ihrer Beinchen so sehr eingeschränkt sind, dass sie sterben. Daran kann man leider nichts machen!

Allgemeine Verschmutzung

Durch Staub, Rauch oder sonstige in der Luft enthaltene Partikel, kommt es immer wieder zu einer Verschmutzung des Beckens. Diesen Schmutz kann der biologische Kreislauf nicht alleine abbauen, da diese Stoffe meist anorganischen Ursprungs und somit unverdaulich sind. Auch die Exkremente und abgeworfene Schalen müssen irgendwo hin. Den Dreck am Boden saugt man einfach mit einer Pipette ab. Sollte das Becken schon zu sehr verdreckt sein, das es sich nicht mehr lohnt, noch weitere Reinigungsmaßnahmen durchzuführen, empfiehlt es sich das Wasser komplett abzusaugen und durch neues zu ersetzen. Es sollte aber ausdrücklich das letzte Mittel der Wahl sein, da dadurch das sich über lange Zeit gebildete Gleichgewicht an Algen und Bakterien zerstört wird. Auf der anderen Seite ist es immer noch eine bessere Alternative, als ein komplettes Absterben der Kultur zu riskieren.

geschrieben von einem anonymen Forenuser - Vielen Dank nochmals :)