PDF Print E-mail

There are no translations available.

Tips & Tricks

Artemien sind ab ca. dem 8-14. Tag geschlechtsreif.
Nicht jede Arte pflanzt sich gleich fort, man spricht von zweigeschlechtlicher und parthenogenetischer Fortpflanzung.
Werden Eier nicht fremdbefruchtet, befruchtet das Weibchen sich selbst.
Bei Artemia parthenogentica kommen Männchen sehr selten vor, sollte es mal ein Männchen geben, kann dieses natürlich auch Eier befruchten.

Bei der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung klammert sich das Männchen,
mit seinen großen Mandibeln (Mundwerkzeug) an das Weibchen, um es mit einem seiner beiden
Geschlechtsteile zu befruchten.
Dieser Klammergriff kann bis zu mehren Tagen andauern.

Die parthenogenetische Fortpflanzung erfordert kein Männchen.
Die Weibchen befruchten sich mit einer Zwitterdrüse selbst.

Je nach Wasserbedingungen und Salinität (Salzkonzentration), legen Artemien latente Eier ab,
sehr dünnhäutige Eier oder bei parthenogenetischer Fortpflanzung,
gebären sie lebende Nauplien, das nennt man Viviparie.

Parthenogenetisch entwickelt das Weibchen sogenannte Subitanzysten, dünhäutige Eier,
die in den Brutsack wandern und nach ca. 4 Tagen werden dann die lebendigen Jungen entlassen.

Bei zweigeschlechtlich befruchteten Eiern, kommt es auf die Bedingungen an.
Sind diese gut, legt das Weibchen dünnhäutige Eier ab, die nach 8-48Std. schlüpfen, da sich
darin ein völlig entwickelter Nauplius befindet.

Sind die Bedingungen schlecht, ist der gewohnte Salzgehalt gestiegen, werfen die Tiere
sogenannte latente Eier ab. Hierbei handelt es sich um Zysten mit inaktivem Stoffwechsel (Kryptobiose), die Eier sind also scheintot.
Diese Eier können nach langem austrocknen, durch erneutes wässern wieder „zum leben erweckt werden“.
Verbessern sich die Bedingungen im Wasser, können auch ohne Trockenphase Nauplien schlüpfen.

Diese Eier halten strengsten Witterungen stand, sie überleben starken Frost, sengende Hitze und trotzen Umweltverschmutzungen.

Im Labor hat man die Zysten mit Stickstoff auf -200°C gefroren, und mit kochendem Wasser auf 100°C erhitzt.
Selbst aus 50 Jahre alten Ansätzen ist noch etwas geschlüpft, es ist also anzunehmen, dass die Eier noch nach Jahrhunderten schlupffähig sind.

Gibt man diese 0,2mm großen Eier dann wieder in Salzwasser, saugen sie sich mit Wasser voll. Nach kurzer Zeit platzt das Ei auf und der Prenauplius schlüpft. Nach etwa 5-7Std. befreit sich der Nauplius aus einer Haut und kann nun umher zucken. Die Nauplien ernähren sich in den ersten 2-3 Tagen noch von einen Dottersack, man muss also nicht füttern.

Nach 2 Wochen beginnt er dann von vorne, der Kreislauf des Lebens.

geschrieben von ArienetteFreesTibet Orignalbeitrag: im Forum